Von der Erde zum Raum.
Lehm ist weit mehr als ein Baustoff. Er verleiht Räumen Charakter, schafft Atmosphäre und spricht alle Sinne an. Seine Farben, Texturen und Oberflächen entstehen aus der Natur und eröffnen zugleich vielfältige gestalterische Möglichkeiten – von der traditionellen Bauweise bis zur zeitgenössischen Architektur.
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Nach einer langjährigen Tätigkeit im Grafikdesign führte der Weg über ein Architekturstudium hin zum Bau und zur handwerklichen Arbeit mit dem Material Lehm. Ergänzend folgten Weiterbildungen zur Gestalterin für Lehmputze (HWK) sowie zur Fachkraft im Lehmbau (HWK).
Heute verbindet die Arbeit gestalterische Erfahrung, architektonisches Verständnis und handwerkliche Praxis. Im Mittelpunkt stehen Lehmbauprojekte im Bestand und im Neubau – von der Beratung über die Ausführung bis hin zur Entwicklung individueller Oberflächen und Lösungen im ökologischen Bauen.
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Lehm verbindet nicht nur unterschiedliche Materialien und Zuschläge zu einer gestaltbaren Oberfläche, sondern auch Menschen, die sich bewusst für eine ökologische und materialgerechte Bauweise entscheiden.
Lehmbau lebt vom gemeinsamen Arbeiten. Je nach Projekt entstehen Kooperationen mit erfahrenen Lehmbauerinnen und Lehmbauern, um Wissen, Erfahrung und handwerkliche Qualität zusammenzuführen.
Lehm gestaltet Räume.
Die farbigen Kugeln im Hanfwollnest sind Lehmproben, gesammelt auf drei Kontinenten. Jede erzählt von ihrer Herkunft und ihren gestalterischen Möglichkeiten.
Im Wandel liegt die Schönheit der Dinge.
Im Waldatelier gefertigte Musteroberflächen aus traditionellen Algen-Lehm-Rezepturen. Eindrücke eines Workshops in der Präfektur Chiba, Japan.
Lehm in der Praxis.
Bauen
Handwerkliche Lehmarbeiten im Neubau und Bestand.
Von Stampflehmböden über Fachwerksanierungen bis zu hochwertigen Lehmoberflächen – fachgerechte Ausführung im Neubau und in der Denkmalpflege, verbunden mit traditionellem Wissen und moderner Verarbeitungstechnik.
Beraten
Baustellenbegleitung und Coaching im Lehmbau.
Arbeitsschritte werden direkt vor Ort erklärt, angeleitet und gemeinsam umgesetzt – vom Ausbessern bestehender Lehmwände über Selbstbauarbeiten bis zur Innendämmung mit natürlichen Materialien. Ziel ist die fachgerechte Umsetzung im gemeinsamen Arbeiten auf der Baustelle.
Reisen
Reisen zu traditionellen Bauweisen und Lehmarchitektur.
Lehmbau dort erleben, wo er bis heute lebendig ist. Studien- und Mitmachreisen eröffnen Einblicke in traditionelle Bauweisen und vermitteln handwerkliche Techniken, regionale Materialien und jahrhundertealtes Wissen.
Nächste Lehmreise
Marokko · 1. bis 11. Dezember 2026
Entdecken Sie den Lehmbau dort, wo er bis heute selbstverständlich gelebt wird. Gemeinsam mit dem Denkmalhof Gernewitz führt diese Studien- und Mitmachreise nach Marokko. In einer traditionellen Kasbah werden unter Anleitung erfahrener Maâlems historische Bautechniken vermittelt – vom Herstellen von Adobe-Steinen über Stampflehm und Lehmputze bis hin zu Tadelakt.
Die Reise verbindet Handwerk, Baukultur und die unmittelbare Erfahrung eines Materials, das seit Jahrtausenden Architektur prägt. Sie richtet sich an Planer, Architekten, Handwerker, Bauherren und alle, die Lehm im Kontext traditioneller Bauweisen erleben möchten.
Anmeldung und weitere Informationen über den Denkmalhof Gernewitz.
Wo Handwerk zu Atmosphäre wird.
Strohballenhaus bei Potsdam: Der verriebene Lehmoberputz bildet die Grundlage für die abschließende Oberflächengestaltung. Im Zusammenspiel mit Holz und Stroh entsteht eine Bauweise, die Ressourcen schont und ein ausgewogenes Raumklima ermöglicht.
Die Farbe der Erde
Lehm zeigt sich in einer großen natürlichen Farbvielfalt, abhängig von Mineralien, Gestein und regionaler Herkunft. Von warmen Erdtönen bis zu kühlen Nuancen entstehen Oberflächen, die direkt aus dem Material heraus wirken.
Dort, wo die natürliche Farbigkeit der Minerale an ihre Grenzen stößt – insbesondere im intensiven Grün- bis Blaubereich –, kann das Farbspektrum durch den Einsatz mineralischer oder natürlicher Pigmente erweitert werden, ohne den Charakter des Materials zu verlieren.
Ergänzend können Zuschläge wie Glimmer, Perlmuttsand oder Strohfasern die Oberfläche strukturieren und ihr zusätzliche Lebendigkeit verleihen. Techniken wie Sgraffito, Modellierungen oder reliefartige Strukturen erweitern die gestalterischen Möglichkeiten.
Im gemeinsamen Arbeiten entstehen Lösungen für Farbe, Oberfläche und Materialwirkung im Raum.
Kalk, der Bruder des Lehms
Baustelle in Luxemburg: Eine Rezeptur aus Kalk, Trass und regionalem vulkanischem Bims dient als Dämm- und Ausgleichsschicht und bildet die Grundlage für hochwertige mineralische Oberflächen.